Exkursion nach Neuengamme

Die Klassen 9cd und 10bc fuhren am 18. Mai 2018 zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Am Ort des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme bei Hamburg erinnert die KZ-Gedenkstätte Neuengamme an die mehr als 100.000 Opfer des Nationalsozialismus, die hier zwischen 1938 und 1945 inhaftiert waren und von denen mehr als 50.000 Menschen starben.

Die KZ‑Gedenkstätte Neuengamme umfasst nahezu das gesamte historische Lagergelände. Einige Gebäude aus der Zeit des Konzentrationslagers sind erhalten, andere werden mit Steinumfassungen am originalen Ort dargestellt. Die umfangreiche Ausstellung zeigt Karten, persönliche Gegenstände der Lagerinsassen und spricht die Besucher mit Film- und Tondokumenten und originalen Exponaten sehr emotional an. Es ist eine der größten Gedenkstätten in Deutschland.

Es war ein kühler, windiger Morgen als wir uns um 9.30h mit vier Guides auf den Weg durch die  Gedenkstätte Neuengamme machten. Sehr bald bekamen wir – Schüler/-innen und Lehrkräfte – einen Eindruck, eine Idee davon, was „Lagerleben“ für die  inhaftierten Menschen, Männer, Frauen und auch Jugendliche, bedeutet haben musste. Unvorstellbare Arbeits- und Lebensbedingungen im Lager hatten nur ein Ziel: Töten durch Arbeit. Das wurde am Stichkanal und im Klinkerwerk greifbar, mit der Vorstellung der Lagerkleidung und der Unterernährung, so wie wir es in der Ausstellung gesehen hatten. Für viele Schüler/-innen war es erstaunlich, dass Menschen dies überhaupt überleben konnten und sogar noch zu den Gedenktagen nach Neuengamme kommen bzw. kamen.

Wir bedanken uns bei den vier Guides, die uns in drei Stunden durch das Gelände führten, Unfassbares für uns erklärten und unsere Fragen beantworteten.

Ebenso bedanken wir uns bei der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten für die finanzielle Unterstützung der Fahrt.

E. Reinert 23.05.2018