Papier – so weit das Auge reicht!

Am Donnerstag, den 20.09.2018, waren wir aus dem WPU-Kurs Berufs- und Lebensweltorientierung 10 auf einer interessanten Exkursion. An diesem Tag haben wir viel über den Im- und Export von Papier am Lübecker Nordlandkai (Abb.1) erfahren. Wir haben noch nie so viel Papier auf einmal gesehen!

Helge, ein  leitender LHG- Mitarbeiter, hat uns dort herumgeführt und uns ausführlich etwas über die Verpackung und Lagerung des Papieres erzählt.  Wir haben herausgefunden, dass jeder der Mitarbeiter dort einen Führerschein haben sollte, um seine Aufgaben erfüllen zu können. 
Uns wurden die Hallen gezeigt, in denen die Papierrollen gelagert werden, und wir haben die unterschiedlichsten Größen gesehen. Die Papierrollen waren alle aufeinander gestapelt, dies mussten die Arbeiter mit einem Gabelstapler mit zangenartigen Greifarmen (Abb.2) auf die nächste Papierrolle heben. Also Millimeterarbeit! Manche Papierrollen waren sogar mehrere 100 Kilo schwer und über 2 m hoch, aber trotz der Masse konnte man die Papierrollen mit eigener Hand in Bewegung setzen: Einmal angestoßen rollt die Rolle aus eigener Kraft.

Die Halle ist in einzelne Teile aufgeteilt, je nach Anzahl der Papierrollen, nach den verschiedenen Verpackungsarten und nach den Kunden. Die Produkte werden dort in den Hallen nur zwischengelagert, denn dann werden sie weitergeleitet zu Käufern innerhalb ganz Europas.

Doch was kostet überhaupt so eine Tonne Papier? Eine Tonne Papier kostete im Durchschnitt 1000 Euro, der Preis fiel in den letzten Jahren aber auf ca. 750,00 €. Dies ist die Folge der weltweiten Digitalisierung.

Es wird dort der Hafenlogistiker ausgebildet, der Papierrollen mit Gabelstaplern in den Lagerhallen sortiert, aber auch das Be- und Entladen von LKW und  Schiffen erlernt sowie die Arbeit mit den Kunden, die das Papier in den LHG-Hallen lagern.

Es gibt aber auch noch drei weitere Terminals der LHG (Lübecker Hafengesellschaft): den Seelandkai in Kücknitz, dieser ist für Neufahrzeuge für den Export und für die Umlagerung von Containern zuständig. Ab Skandinavienkai werden neue und gebrauchte Fahrzeuge aller Art auf ihrem Weg zu den Märkten in Nord- und Osteuropa transportiert. Und dann gibt es noch einen Kai in Schlutup, der ebenfalls für den Im- und Export von Papier zuständig ist. Von diesen insgesamt vier Terminals ist der Nordlandkai der zweitgrößte, die Fläche entspricht etwa 44,8 Fußballfeldern. Größer ist nur der Skandinavienkai.

Die Lübecker Hafengesellschaft ist der größte Hafenbetreiber an der Ostsee. Insgesamt hat uns der Aufenthalt bei der Lübecker Hafengesellschaft gut gefallen. Es war sehr informativ und gut gezeigt, was genau alles ein Hafenlogistiker machen muss. Wir bedanken uns bei der LHG und Herrn Helge, dass sie uns diese Möglichkeit geboten haben.

Abbildung 1

Abbildung 2

WPU 10 BLO 22.10.2018