Schüler putzten Stolpersteine

Die 7b beim Putzen.

Die 7b beim Putzen.

Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus putzten die Klassen 7a, b und c in der Lübecker Innenstadt die Stolpersteine. Seit 1993 erinnert das Projekt „Stolpersteine“ des Bildhauers Gunter Demnig an Juden und Jüdinnen, Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas sowie an Menschen mit Behinderungen, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden.

In vielen Städten in Deutschland und auch anderen europäischen Ländern wird der Künstler Gunter Demnig unterstützt. In der Hansestadt ist es die Initiative „Stolpersteine für Lübeck“, die die Recherchearbeit über die betroffenen Menschen leistet und die Verlegungen organisiert. „Um die Namen der Opfer zu lesen, müssen wir uns vor ihnen verneigen“, so Gunter Demnig.

Die 7c mit dem Thema "Stolpersteine" im Unterricht

Die 7c mit dem Thema „Stolpersteine“ im Unterricht

Wie schon in den vergangenen Jahren bekundeten die Schüler und Schülerinnen der Holstentor-Gemeinschaftsschule mit dieser Aktion ihre Ehrung und den Respekt vor den Opfern des Nationalsozialismus in Lübeck – sie putzten und polierten die Gedenksteine. Die Geschehnisse der Nacht vom 9. zum 10. November 1938, der Reichspogromnacht, wurden vorher im Unterricht thematisiert. Deshalb ist die Aktion im Rahmen der „Zeit des Erinnerns“ rund um den 9. November angesiedelt.

7a am Holstentor mit Frau Heidemarie Kugler-Weiemann

7a am Holstentor mit Frau Heidemarie Kugler-Weiemann

Am Holstentor trafen die Schüler und Schülerinnen auf die federführende Initiatorin für die Stolpersteine in Lübeck, Heidemarie Kugler-Weiemann, die diese Aktion gern unterstützt. Gruppenweise verteilt in der Innenstadt reinigten die Jugendlichen etwa 80 der weit über 100 Lübecker „Stolpersteine“ und gaben interessierten Passanten Auskunft zu den Schicksalen, die sich hinter den Steinen verbergen.

S. Gerstemeier